Jod

Jod ist eines der wichtigsten Spurenelemente, die unser Körper braucht. Jod wird in der Schilddrüse gespeichert, und ist wichtiger Bestandsteil der beiden Schilddrüsenhormone Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Diese Hormone sind für Stoffwechselprozesse, wie Wachstum und Entwicklung der Organe zuständig. Außerdem braucht der Körper die Schilddrüsenhormone, um die Körperwärme zu regulieren.

Mit unserer Nahrung nehmen wir leider häufig nur einen Bruchteil des empfohlenen Tagesbedarfs an Jod zu uns. Das hat oft nichts damit zu tun, dass wir uns falsch ernähren, sondern eher mit dem geringen Jodvorkommen in Deutschland. Den Jodbedarf kann man aber mit Meersalz, oder mit der Verwendung vom jodierten Salz decken, sowie mit dem Verzehr von Hochseefischen, wie Kabeljau, Schellfisch, Meeresfrüchte, Muscheln etc.

Jodmangel kann zu Erkrankungen der Schilddrüse führen, genau so wie eine Überversorgung mit Jod. Bei Jodmangel wächst die Schilddrüse, um den Mangel auszugleichen. Was hierbei entsteht ist ein Kropf. Wenn der Kropf weiter wächst, verursacht er über kurz oder lang Schluck- und Atembeschwerden.

Die Überversorgung mit Jod ist jedoch auch nicht ungefährlicher. Was hierbei entsteht ist eine Schilddrüsenüberfunktion. Die Folgen sind oft starker Haarausfall, Gereiztheit, aber auch Antriebslosigkeit und einige weitere Beschwerden.
Es ist also wichtig, dass man es mit dem Jod weder übertreibt, noch der Sache zu wenig Beachtung schenkt. Einige Brotsorten sind jodiert und tragen somit zu der Versorgung mit Jod einiges bei. Die empfohlene Tagesdosis von Jod ist abhängig vom Alter.

Erwachsene zwischen 19 und etwa 51 Jahren benötigt der Körper täglich 200µg an Jod, Kinder und Jugendliche, sowie Erwachsene ab dem 51. Lebensjahr benötigen 180µg. Schwangere und Frauen in der Stillzeit haben einen leicht erhöhten Bedarf an Jod. Dieser wird mit 230-260µg angegeben. Viele Lebensmittel enthalten in den unterschiedlichsten Mengen Jod. Am jodreichsten sind, wie bereits erwähnt Hochseefische, Krabben, Meeresfrüchte, Garnelen, aber auch in Fleisch, einigen Brotsorten und auch in Obst und Gemüse findet sich Jod. Schmackhafte Fisch Rezepte finden sich zahlreich im Netz. Wie hoch die Konzentration hier jedoch ist, hängt mit dem Jodvorkommen im Erdreich zusammen.

Strikte Veganer sollten auf eine ausreichende Jodversorgung achten, da Obst und Gemüse, sowie die fleischlose Kost sehr jodarm ist. Jodmangel kann häufig nur noch mit Jodtabletten behandelt werden. Hier ist eine genaue Dosierung wichtig, damit keine Überversorgung entstehen kann.